Die Volksdroge Alkohol.

Kaum ein gesellschaftlicher Anlass ohne Alkohol. Aber wann wird aus Genuss Sucht? Der Weg in die Sucht ist ein schleichender Prozess, in den auch die Angehörigen mit einbezogen sind. Dieser Prozess kann sich langsam über eine lange Zeit hinziehen und wird oft erst spät bemerkt.

„Früher hat mein Partner nur auf Feiern mal ein paar getrunken, heute lässt er keinen Tag aus.“

Zwischen früher und heute liegt ja nun eine gewisse Zeit. Niemand hat in der Zwischenzeit reagiert, abgesehen von Aufforderungen weniger zu trinken. Der Betroffene hat für seinen Konsum Ausreden bereit. Oft braucht er die nicht mal selbst zu erfinden, weil er welche geliefert bekommt durch Angehörige und Bekannte(Trinkfreunde).

Schicksalsschläge, Stress auf der Arbeit, Probleme usw.

Ausreden lassen sich immer finden. Natürlich kann ich jeden Abend „zufällig“ mit denselben Kollegen ein Feierabendbier trinken.
Nach einer Zeit wird es zur Gewohnheit, auch für die Angehörigen.
Besonders die Angehörigen stehen der Situation aus Unwissenheit und vielleicht auch Angst hilflos gegenüber.
Besonders, wenn sie noch nie mit dem Thema „Sucht“ zu tun hatten.
Der Betroffene hat sich ein Weltbild geschaffen, in dem das Suchtmittel eine zentrale, bestimmende Rolle spielt.

Er MUSS konsumieren.

Für Angehörige ist das Verhalten und die Denkweise nicht nachvollziehbar. Wenn das erste Bier nicht schmeckt, wird eben Cola oder Wasser getrunken. Der Abhängige trinkt das zweite und dritte Bier.

<<< Zurück